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Schwerpunkt

Soziale Gerechtigkeit

Niemand darf zurückgelassen werden. Wir stehen für ein faires Miteinander, in dem alle Menschen die gleichen Chancen haben.

Unsere Positionen

1

Teilhabe für alle

gemeinsam leben, gemeinsam gestalten

Unser Ort soll ein Ort für alle Menschen sein.

Ein Ort, an dem jeder Mensch dazugehört, Begegnungen möglich sind und niemand aufgrund seines Alters, seiner Herkunft, seiner finanziellen Situation oder einer Beeinträchtigung ausgeschlossen wird. Teilhabe bedeutet für uns, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen, Gemeinschaft zu erleben und das Zusammenleben mitzugestalten.

Soziale Teilhabe kennt kein Alter und keine Grenzen.

Ob Kinder und Jugendliche, Familien, Erwachsene oder ältere Menschen – alle sollen Zugang zu sozialen Angeboten, Freizeitaktivitäten, Begegnungsräumen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen haben. Dabei ist es uns wichtig, Angebote so zu gestalten, dass sie für Menschen mit unterschiedlichen Lebenssituationen und finanziellen Möglichkeiten zugänglich sind. Denn Gemeinschaft darf keine Frage des Einkommens sein.

Teilhabe bedeutet auch Barrierefreiheit und Inklusion.

Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen sollen gleichberechtigt am Leben in unserer Gemeinschaft teilnehmen können. Dazu gehören barrierefrei zugängliche öffentliche Räume und Veranstaltungsorte ebenso wie verständliche Informationen, passende Unterstützungsangebote und ein respektvoller Umgang miteinander. Nicht der Mensch soll sich an bestehende Strukturen anpassen müssen – vielmehr sollen unsere Angebote so gestaltet werden, dass möglichst viele Menschen sie nutzen können.

Alle Menschen erreichen – digital und persönlich.

Der digitale Ausbau eröffnet neue Möglichkeiten, Informationen zu erhalten, Dienstleistungen zu nutzen und miteinander in Kontakt zu bleiben. Gleichzeitig dürfen Menschen nicht abgehängt werden, die digitale Angebote nicht oder nur eingeschränkt nutzen können. Gerade für ältere Generationen und Menschen ohne ausreichende digitale Ausstattung oder Kenntnisse braucht es weiterhin analoge Zugänge: persönliche Ansprechpersonen, telefonische Auskünfte, gedruckte Informationen und Unterstützung vor Ort. Digitalisierung soll Teilhabe erleichtern, nicht neue Hürden schaffen.

Teilhabe heißt, dazugehören, mitreden und mitgestalten zu können. Deshalb setzen wir uns für ein offenes, solidarisches und generationenübergreifendes Miteinander ein. Unser Ziel ist ein Ort, an dem unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt werden, soziale Angebote alle Menschen erreichen und jeder die Chance erhält, sich einzubringen. Denn eine starke Gemeinschaft entsteht dort, wo Vielfalt selbstverständlich ist, Barrieren abgebaut werden und niemand zurückgelassen wird.

Pflege, Betreuung und Teilhabe – Unterstützung, die Menschen einbezieht

Teilhabe muss auch dann möglich sein, wenn Menschen aufgrund von Krankheit, Behinderung, Pflegebedürftigkeit oder altersbedingten Einschränkungen auf Unterstützung angewiesen sind. Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, soziale Kontakte zu pflegen, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen und seinen persönlichen Interessen nachzugehen – unabhängig davon, wie viel Betreuung oder Pflege er benötigt.

Dafür braucht es zugängliche Angebote, barrierefreie Begegnungsorte und bedarfsgerechte Unterstützung im Alltag. Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf sollen nicht auf ihre Einschränkungen reduziert werden, sondern als selbstbestimmte Persönlichkeiten wahrgenommen werden, deren Wünsche, Fähigkeiten und Bedürfnisse zählen.

Ebenso wichtig ist die Unterstützung von Angehörigen und anderen Menschen, die Pflege und Betreuung übernehmen. Sie brauchen Information, Orientierung, Entlastungsmöglichkeiten und Zugang zu passenden Hilfsangeboten. Unser Ziel ist eine Gemeinschaft, in der Pflegebedürftigkeit nicht zu sozialer Isolation führt und Teilhabe auch mit Unterstützungsbedarf selbstverständlich bleibt.

2

Hilfe in schweren Zeiten

gemeinsam Wege finden

Jeder Mensch kann in eine schwierige Lebenssituation geraten.

Finanzielle Sorgen, familiäre Belastungen, Krankheit, Einsamkeit, der Verlust eines Arbeitsplatzes oder persönliche Krisen können das Leben plötzlich aus dem Gleichgewicht bringen. In solchen Momenten ist es wichtig, nicht allein zu sein, sondern Unterstützung zu finden – unkompliziert, vertraulich und ohne Angst vor Verurteilung.

Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Menschen in Notlagen gehört werden und Hilfe erhalten, wenn sie diese benötigen. Unabhängig von Herkunft, Alter, Einkommen oder persönlicher Lebenssituation sollen alle die Möglichkeit haben, sich an eine Anlaufstelle zu wenden. Dabei geht es darum, frühzeitig Unterstützung anzubieten, Hürden abzubauen und gemeinsam Lösungen zu finden, bevor sich schwierige Situationen weiter verschärfen.

Unser Leitgedanke lautet: Hilfe zur Selbsthilfe.

Wir möchten Menschen nicht nur kurzfristig entlasten, sondern sie dabei unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken wiederzuentdecken, Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und neue Zuversicht zu gewinnen. Das bedeutet, gemeinsam Perspektiven zu entwickeln, bei Bedarf an passende Beratungs- und Unterstützungsangebote zu vermitteln und Menschen auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit zu begleiten. Jeder Mensch bringt eigene Ressourcen mit – manchmal braucht es jemanden, der dabei hilft, sie wieder sichtbar zu machen.

Hilfe soll dabei möglichst niederschwellig sein: ohne komplizierte Zugangswege, unnötige bürokratische Hürden oder die Sorge, sich rechtfertigen zu müssen. Ein offenes Ohr, ein persönliches Gespräch, eine erste Orientierung oder die Vermittlung an die richtige Stelle können bereits einen wichtigen Unterschied machen. Entscheidend ist, dass Menschen wissen, wohin sie sich wenden können und dass sie mit ihren Sorgen ernst genommen werden.

Niemand soll in einer schwierigen Lebensphase allein gelassen werden.

Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander ein, in dem Unterstützung selbstverständlich ist, Menschen ihre Würde bewahren und neue Perspektiven entwickeln können. Denn Hilfe bedeutet nicht, jemandem alle Herausforderungen abzunehmen – sondern gemeinsam Wege zu finden, damit Menschen ihre Zukunft wieder selbstbestimmt gestalten können.

„Wir können nicht jede schwierige Situation verhindern. Aber wir können dafür sorgen, dass niemand damit allein bleiben muss.“
3

Generationengerechtigkeit

gute Bedingungen für alle Generationen

Ein lebenswerter Ort denkt an alle Generationen – heute und in Zukunft.

Generationengerechtigkeit bedeutet für uns, die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Erwachsenen und älteren Menschen gleichermaßen ernst zu nehmen. Wir möchten Lebensbedingungen schaffen, die Menschen in jeder Lebensphase unterstützen, ihre Chancen stärken und ein gutes Miteinander fördern. Dabei geht es nicht nur darum, auf aktuelle Bedürfnisse zu reagieren, sondern auch darum, unseren Ort nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten.

Kinder und Jugendliche brauchen Raum, Chancen und Perspektiven.

Dazu gehören sichere Lebensräume, attraktive Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, Unterstützung beim Aufwachsen und die Möglichkeit, eigene Interessen und Ideen einzubringen. Kinder und Jugendliche sollen sich willkommen fühlen, ihre Fähigkeiten entfalten können und erleben, dass ihre Anliegen gehört werden. Denn wer jungen Menschen gute Bedingungen bietet, investiert in die Zukunft unserer gesamten Gemeinschaft.

Familien brauchen Unterstützung, Verlässlichkeit und Entlastung.

Der Alltag zwischen Beruf, Betreuung, Pflege und persönlichen Verpflichtungen stellt viele Familien vor große Herausforderungen. Leistbare Angebote, eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf, familienfreundliche Begegnungsräume und niederschwellige Unterstützung können wesentlich dazu beitragen, den Alltag zu erleichtern. Unser Ziel ist es, Familien in unterschiedlichen Lebenssituationen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Ältere Menschen verdienen Wertschätzung, Selbstbestimmung und soziale Verbundenheit.

Sie bringen wertvolle Lebenserfahrung mit und sind ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Gleichzeitig können sich im Alter neue Herausforderungen ergeben – etwa durch eingeschränkte Mobilität, gesundheitliche Veränderungen oder Einsamkeit. Deshalb braucht es altersgerechte Angebote, barrierefreie öffentliche Räume, persönliche Anlaufstellen und Möglichkeiten zur Begegnung. Ältere Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt leben, ihre Fähigkeiten einbringen und aktiv am Gemeindeleben teilhaben können.

Generationengerechtigkeit bedeutet auch, Brücken zwischen Jung und Alt zu bauen.

Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten fördern gegenseitiges Verständnis, stärken den Zusammenhalt und ermöglichen, voneinander zu lernen. Kinder und Jugendliche können von den Erfahrungen älterer Menschen profitieren, während neue Ideen und Perspektiven das gemeinschaftliche Leben bereichern. Wir möchten einen Ort fördern, an dem Generationen nicht nebeneinander, sondern miteinander leben – mit Respekt, Offenheit und gegenseitiger Unterstützung.

Heute Verantwortung übernehmen, damit auch morgen alle gut leben können.

Generationengerechtigkeit bedeutet, Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen, soziale Angebote langfristig zu sichern und bei Entscheidungen die Auswirkungen auf unterschiedliche Altersgruppen mitzudenken. Unser Anspruch ist ein Ort, an dem Kinder gute Zukunftschancen haben, Familien Unterstützung finden und ältere Menschen in Würde und Selbstbestimmung leben können. Denn eine starke Gemeinschaft entsteht dann, wenn jede Generation ihren Platz hat und niemand zurückgelassen wird.

Gut begleitet im Alter – Pflege und Betreuung mit Würde

Ein lebenswerter Ort zeichnet sich auch dadurch aus, wie er mit älteren und pflegebedürftigen Menschen umgeht. Wir möchten Rahmenbedingungen fördern, die ein möglichst selbstbestimmtes Leben im Alter ermöglichen und Menschen dort unterstützen, wo sie Hilfe benötigen. Dazu gehören Information über Pflege- und Betreuungsangebote, Unterstützung im Alltag, soziale Begegnungsmöglichkeiten und der Zugang zu geeigneten Hilfsleistungen.

Dabei ist es wichtig, individuelle Bedürfnisse und Lebenssituationen zu berücksichtigen. Manche Menschen benötigen nur gelegentliche Unterstützung, andere sind auf regelmäßige Betreuung oder umfassende Pflege angewiesen. Ziel sollte es sein, passende Hilfen zugänglich zu machen, Einsamkeit vorzubeugen und die gesellschaftliche Teilhabe auch bei zunehmendem Unterstützungsbedarf zu ermöglichen.

Auch pflegende Angehörige leisten einen wertvollen Beitrag für unsere Gemeinschaft. Sie benötigen Anerkennung, Beratung und Entlastung, damit Pflege und Betreuung nicht zu einer dauerhaften Überforderung führen. Generationengerechtigkeit bedeutet für uns deshalb auch, Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die Unterstützung brauchen, und jene zu stärken, die sich um sie kümmern.

Unser Ziel ist ein Ort, an dem Menschen in Würde älter werden, bei Pflegebedarf gut begleitet sind und unabhängig von ihrer persönlichen Situation Teil unserer Gemeinschaft bleiben.

„Ein Ort ist dann zukunftsfähig, wenn Kinder gerne hier aufwachsen, Familien gut leben und ältere Menschen sich weiterhin zuhause fühlen.“
4

Gleichstellung

gleiche Chancen und gleiche Rechte für alle

Eine gerechte Gemeinschaft beginnt dort, wo alle Menschen die gleichen Chancen erhalten.

Gleichstellung bedeutet für uns, dass jeder Mensch unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter, Behinderung oder sozialer Situation gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen kann. Alle Menschen sollen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten zu entfalten, eigene Entscheidungen zu treffen und ihren Lebensweg selbstbestimmt zu gestalten.

Chancengleichheit schafft Perspektiven.

Die persönlichen Möglichkeiten eines Menschen sollen nicht davon abhängen, woher er kommt, wie viel Geld ihm zur Verfügung steht oder welchen gesellschaftlichen Voraussetzungen er begegnet. Wir möchten Rahmenbedingungen fördern, die allen Menschen Zugang zu Bildung, Arbeit, sozialen Angeboten, Freizeitaktivitäten und gesellschaftlicher Mitgestaltung ermöglichen. Dazu gehört auch, bestehende Barrieren zu erkennen und abzubauen, damit unterschiedliche Ausgangsbedingungen nicht zu dauerhaften Nachteilen führen.

Gleichbehandlung bedeutet Respekt, Fairness und gleiche Rechte.

Jeder Mensch hat das Recht, mit Würde behandelt, ernst genommen und in seinen individuellen Bedürfnissen respektiert zu werden. Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung dürfen keinen Platz in unserer Gemeinschaft haben. Dabei bedeutet Gleichstellung nicht immer, alle Menschen auf dieselbe Weise zu behandeln, sondern faire Bedingungen zu schaffen, die unterschiedliche Lebenssituationen berücksichtigen und tatsächliche Gleichberechtigung ermöglichen.

Gleichstellung betrifft alle Lebensbereiche.

Ob in Familie und Beruf, bei Bildung und Betreuung, im öffentlichen Raum, bei Freizeitangeboten oder bei politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen – alle Menschen sollen ihre Möglichkeiten nutzen und ihre Anliegen einbringen können. Dazu gehören faire Entwicklungschancen, eine gerechte Verteilung von Möglichkeiten, barrierefreie Zugänge und eine Kultur des respektvollen Miteinanders. Besonders wichtig ist es, auch jene Menschen zu erreichen, die aufgrund ihrer Lebenssituation oder gesellschaftlicher Hürden weniger Möglichkeiten haben, ihre Interessen zu vertreten.

Gleichstellung ist eine gemeinsame Verantwortung.

Wir möchten einen Ort gestalten, an dem Vielfalt als Bereicherung verstanden wird, unterschiedliche Perspektiven Gehör finden und jeder Mensch die Chance erhält, aktiv am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Dafür braucht es Offenheit, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Strukturen immer wieder zu hinterfragen und gerechter zu gestalten.

Unser Ziel ist eine Gemeinschaft, in der nicht Herkunft, Geschlecht oder Lebensumstände über Möglichkeiten entscheiden, sondern jeder Mensch faire Chancen erhält.

Denn echte Gleichstellung bedeutet, gleiche Rechte zu sichern, Benachteiligungen abzubauen und allen Menschen die Freiheit zu geben, ihr Leben selbstbestimmt und gleichberechtigt zu gestalten.

„Gleiche Rechte. Faire Chancen. Respekt für alle.“

Unser Standpunkt

Sozialdemokratie heißt für uns: Niemand wird zurückgelassen. Egal woher jemand kommt oder wie viel er verdient – alle Menschen in Saalfelden haben das Recht auf Teilhabe, Respekt und faire Chancen.

Gerade in Zeiten steigender Kosten braucht es eine Gemeinde, die hinschaut und unterstützt: mit leistbaren Angeboten für Familien, mit niederschwelliger Hilfe in Notlagen und mit einem offenen Ohr für die Sorgen der Menschen.

Wir kämpfen für ein Saalfelden, in dem der Zusammenhalt zählt – und nicht das Konto.

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